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Toyota MR2 W11985-1990
![]() MR-2 als T-Bar Version. Ein echter Sportwagen mit Mittelmotor und Cabrio- Feeling! Was soll dass denn heißen ? MR2 ? Was im französischen schon, mit etwas Phantasie, klingt wie ein Fluch, soll uns sagen: Midship Engine Realdrive 2-Seater. Also ein Heck-getriebener Mittelmotor Zweisitzer! So einfach ist das... Was auf der 25. Tokyo Motor-Show 1983 noch als Prototyp SV3 herausstach, sollte tatsächlich in Serie gehen und auch 1985 den Weg nach Deutschland finden. Warum sollte Toyota mit einem Konzept erfolg haben, was von Fiat (X1/9) und Porsche (VW- Porsche 914) verworfen wurde ?
Da wird was draus: 1979 erstellter Prototyp Toyota SA-X Die TechnikDer Motor, der in Deutschland die einzigste Basis für das Fahrzeug werden sollte, war ein alter Bekannter: Der 4A-GE Vierzylinder, der schon im Rallyerprobten Corolla AE86 seine Leistung unter Beweis stellen durfte. Dieser Motor leistet wie im AE86 124PS bei 6600u/min, in der Katalysator-Version bleiben dann noch 116PS übrig. Immerhin wog der kleine Flitzer nur 1030KG. Die Maximale Zuladung beträgt damit 230KG, klingt wenig, aber es dürfen ja auch nur zwei Personen maximal 212 Liter, 142 hinten die restlichen 70 Liter vorn mitnehmen, genug für das sonnige Wochenende! Da wiegt bei den erstaunlichen Fahrleistungen schon schwerer, dass der Tank nur 41 Liter fasst. Nicht, dass der MR2 ein Säufer wäre, doch die hervorragende Straßenlage mit einer Gewichtsverteilung von nahezu 50:50 - Verhältniss von Vorder- zu Hinterachse, lässt einfach Fahrspaß aufkommen. Immerhin sind 8.1 Sekunden von 0 auf 100 Km/h ein respektabler Wert! Ob bei entsprechender Fahrweise dann allerdings der angegebene Durchnittsverbrauch von 7.5 Liter/100 KM zu halten ist ? Geschaltet wurde stets per Joystick auf dem voluminösen Mitteltunnel mit Fünf Gängen. Von der Sitzposition war es wie mit einer alten Jeans: Entweder sie passte wie schon 100 mal getragen oder sie wird nie so richtig passen. Man sitzt doch sehr eingebaut in dem kleinen Flitzer...Die Ausstattung ![]() ![]() Augen auf! Typisch für die Toyota Sportwagen der 80´er: Die Klappscheinwerfer. Das Heck verstärkt den kantigen Eindruck... Jetzt nur nicht übertreiben! Keine Servolenkung! Keine Klimaanlage! Aber sonst alles was ein kleiner Sportwagen braucht, ohne fettleibig zu werden. Getönte Scheiben, herausnehmbares Glashubdach (später T-Bar), elektrische Außenspiegel, Zentralverriegelung, Fernentriegelung für beide Kofferräume und Economy-Anzeige. Spartanisch wurde es erst bei der Farbauswahl: Rot, Weiß, Schwarz und Dunkel-Metallic-Grün mit Champagnerfarbenen abgesetzten Radläufen und Flanken.
Seltene Farbgebung der ersten Serie: Ist das British-Racing-Green ?
FaceliftIm Herbst 1986 gab es dann ein leichtes Facelift, mit lackierten Stoßleisten in den Stoßstangen und neu gestylten Alufelgen. Auch ein neues Lenkrad ließ erst auf den zweiten Blick erkennen, dass es sich um einen 'Neuen' handelt. Des weiteren wanderte die Handbremse von der linken auf die 'gewohnte' rechte Seite und eine neues Lüftergitter wurde verbaut. Da wurden die darauf folgenden Änderungen im Herbst und April schon Auffälliger: Den Katalysator konnte man zwar nicht sehen, aber man folgte konsequent dem umweltfreundlichen Trend. Besser zu sehen war das neue T-Bar Dach, welches aus dem MR2 fast ein Cabrio machen sollte.Ein Jahr später wurde dann konsequenter Weise nur noch die neue T-Bar Variante mit G-Kat geliefert. Warum auch das Farbprogramm auf zwei Farben, rot und schwarz, gestrafft wurde ist fraglich. Der erste MR2 wurde bis Mai 1990 etwa 3823 mal verkauft, dann wurde sollte er doch etwas 'Speck' ansetzen: Der neue W2 MR2 wurde größer, schwerer, stärker und griff mehr auf Celica-Technik zurück... ![]() Links, die erste Felge, daneben die Felge nach dem Facelift. Den MR2 gab es immer mit Alu-Rädern. ![]() Noch nicht ganz offen: Die erste Version mit herausnehmbaren Glasdach. Motorvarianten
Die amerikanische Version mit der Aussparung für das kleine Nummernschild, sowie Seitenreflektoren. Keine Seitenblinker. Der MR2 und der Rest der WeltDer MR2 war ein durchaus geglücktes Experiment: Obwohl, oder gerade weil man die Typen- und Farbauswahl, und somit auch der logistische Aufwand für dieses Fahrzeug möglichst gering gehalten wurde, war der MR2 ein kleiner Erfolg, ganz abgesehen von dem Image-Gewinn, den ein solches Fahrzeug in der Typenpalette mit sich bringt. In Japan und der USA gab es noch ein Einstiegsmodell mit dem 3A-Motor, der dann vielleicht doch nicht ganz so zu dem sportlichen Fahrzeug passen wollte. Dann doch eher der Kompressor-geladene 4A-GZE, der die Spitze der MR2-Reihe darstellen sollte. Auch wurden gerne Umbauten mit MR2 gemacht. Ein Vollcabrio gab es, die Würzburger Firma Schwan hatte einen Targa gebaut, quasi einen T-Bar ohne Mittelsteg.Auch wurde von dem italienischen Designbüro Michelotti ein Prototyp namens Clas entwickelt, dessen Fahrgestell jedoch verlängert wurde, damit aus dem Fahrzeug ein 2+2 Sitzer werden konnte. Dieser Prototyp wurde jedoch nicht vollkommen fertig gestellt und sollte ein Einzelstück bleiben. Was konnte der MR2 also besser als seine prominenten Vorreiter von Porsche und Fiat ? Eigentlich nichts, das Konzept wurde aber mit alltagstauglicher Großserientechnik versehen. Typische Mängel blieben aus, außer , dass der 4A-GE Motor vielleicht eine kundige Hand benötigt und deshalb oft 'verheizt' wurde- Aber das ist eine andere Geschichte.... ![]() Der Schwan-Aufschnitt ohne Verbindungsstück im Dach ![]() Mein Name ist Clas, Michelotti Clas! ![]() ...und noch ein Aufschneider. Braucht es beim MR2 wirklich ein Vollcabrio ? Oder wird ihn dann nur das charakteristische Dach "geklaut"? Quelle: Toyotaoldies History
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